Tyin Filefjell ist für diejenigen, die nicht aufgeben.

Vor dem Bau von Tunneln, Brücken und Autobahnen gab es nur eine Route zwischen Ost und West: über den Berg. 

Die Menschen mussten Wind, Wetter und steile Klippen trotzen, aber der Dreck – es lohnte sich! Denn wenn das Leben eine Tasse Kakao ist, dann ist der Ausblick vom Jotunheimen das Sahnehäubchen. Der Gebirgspass zwischen Tyin und Filefjell wurde zu einer der ersten Reise- und Outdoor-Traditionen Norwegens.

Mit der Eröffnung der Königsstraße im Jahr 1793 wurde sie zur Lebensader zwischen Ost und West. 1868 errichtete Aasmund Olavsson Vinje seine Hütte in Eidsbugarden, und die umliegenden Berge wurden zu einem Treffpunkt für Abenteurer. Man konnte den Ort mit Kettenfahrzeugen oder Kleinflugzeugen erreichen, und der Berg wandelte sich von einem Hindernis zu einem Ziel.

Ein Berg für Wintermenschen

Tyin Filefjell zählt heute zu den schneesichersten Gebieten Südnorwegens. Der Winter ist lang, und das Skigebiet bildet mit fünf Liften, 16 Pisten, einem großen Kinderbereich und allem, was man an Skiverleih, Skischule und Skiservice benötigt, einen idealen Ausgangspunkt. Vom Gipfel aus hat man einen atemberaubenden Blick auf über 35 Zweitausender.

Rund um das Skigebiet erstrecken sich die Pisten endlos – von breiten Loipen im Wald bis hin zu offenen Hochgebirgsabfahrten mit Panoramablick. Übernachten können Sie in Berghütten, Apartments oder Blockhütten inmitten der Natur, wo die Decken so weich sind wie frisch gefallener Schnee und der Weg vom Restaurant zur Piste kurz ist.

Sommer mit hohem Himmel

Der Sommer in Tyin Filefjell ist sonnig, denn der Nationalpark Jotunheimen liegt direkt nebenan. Von hier aus sind markierte Wanderwege, Gipfel und Bergrouten leicht erreichbar, oft in Begleitung einer Schafherde. Die Angelmöglichkeiten sind vielfältig: In Tyin selbst gibt es große Forellen, in kleinen Seen und Flüssen ebenfalls, und die Lærdalselva ist nur eine kurze Autofahrt entfernt. Die Jagdgründe beginnen direkt vor der Haustür.

Denn so ist es in Tyin Filefjell. Man geht hinaus, und eine halbe Stunde später steht man auf einem Berggipfel. Wir entwickeln hier eine kompakte Berggemeinde mit neuen Skipisten, weiteren Hüttengrundstücken, einem weiteren Hotel und architektonisch gestalteten Apartments – ein Ort für abenteuerlustige Bergsteiger, egal ob sie Rückenwind oder Gegenwind ausgesetzt sind.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Selbst dort, wo die Wege enden.

Die Menschen auf dem Berg

Lernen Sie die Menschen kennen, die Tyin Filefjell leiten – und die den Ort in- und auswendig kennen.

Halgeiropdal-Screenshot
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Mein Leben als Rentier

Halgeir

Halgeir (68) leitete Tyinkrysset Fjellstue vierzig Jahre lang, doch nach einem Herzinfarkt wurde ihm klar, dass er es etwas ruhiger angehen lassen musste. Für Halgeir hieß das nicht, sich auf dem Sofa auszuruhen. Es bedeutete, in die Berge zu gehen und sich um die Herde zu kümmern. Mehrere tausend Rentiere ziehen durch weite Gebiete von Eidsbugarden nach Småtind, und als Rentierhirte sorgt Halgeir dafür, dass die Tiere auf den richtigen Weiden bleiben, nicht in Richtung Straßen oder anderer Herden abwandern und dass die Kälber die empfindlichste Zeit im Frühling gut überstehen.

– Man lebt ein freies Leben. Kein Stress. Man gestaltet seinen Tag selbst. „Ich habe mich noch nie einen Tag vor der Arbeit gefürchtet“, sagt Halgeir.

Halgeir züchtet seine Rentiere heute nach natürlichen Bedingungen – ohne Futter, Medikamente oder lange Transportwege. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, Rein fra Jotunheimen als erstes und einziges geografisch geschütztes Rentierfleisch-Unternehmen Norwegens aufzubauen. Das Fleisch ist preisgekrönt und gilt als eines der exklusivsten, die das norwegische Hochland zu bieten hat. Gemeinsam mit seinem Sohn bildet Halgeir die nächste Generation von Rentierzüchtern aus.

Lächelnder Skifahrer in der Wintersonne in Tyin Filefjell mit Blick auf Jotunheimen
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Leif Øyvind

Hohe Berge trotzen

Warum sollte man ein Sportgeschäft an einem Ort mit mehr Berggipfeln als Einwohnern eröffnen? Weil es der einzige Ort ist, wo es wirklich Sinn macht, den ganzen Tag in Gore-Tex Pro herumzulaufen. Leif Øyvinds Sportgeschäft liegt mitten in der Berglandschaft, quasi als Basislager für Jotunheimen, wo die Berghänge steil sind und das Wetter abrupt umschlägt. Als er klein war, betrieb seine Familie ein Touristenhotel in Grindaheim, und schon in der Mittelschule wusste er, dass er eines Tages ein Sportgeschäft in Tyinkrysset eröffnen würde.

Eines Tages hatte ich 200 Kronen im Minus in der Kasse. Es war ein Kunde, der einen Fahrradreifen zurückgeben wollte. Aber es ist nicht weit von der Arbeit in die Berge – ich kann vor oder nach den Öffnungszeiten eine Gipfeltour machen. Eine halbe Stunde, und ich bin auf dem höchsten Punkt Norwegens. Wir haben ja schließlich Urlaub.

Leif Øyvind legt wenig Wert auf Kleidung, Mode oder Rentabilität. Er mag Skiausrüstung, weil er leidenschaftlich gern Ski fährt. Und in den Bergen zählt nur die Funktion. Ob ein sonnengebleichter Anorak oder hochmoderne Tourenausrüstung – das ist ihm egal, solange sie ihn auf den Gipfel bringt.

Lächelnder Skifahrer in der Wintersonne von Tyin Filefjell
Der Lassenistuen-Screenshot
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Wie ein Zugvogel

Lasse

Jotunheimen war schon nach dem Krieg ein beliebtes Ziel für Bergsteiger, lag aber abgelegen. Lasses Großvater, Knut Nystuen, kaufte ein kleines Flugzeug. Zusammen mit Freunden schnallte er sich Skier an und flog Runde um Runde um den Tyinvatnet, bis das Flugzeug abhob. Im Winter landete er auf den Bergseen, im Sommer mit Schwimmhilfen. Er flog Touristen, betrieb Rettungsdienste und nutzte das Flugzeug als selbstverständlichen Bestandteil des Lebens in den Bergen. Heute fliegt Lasse in denselben Gebieten, über dieselben Grate und landet auf denselben Seen wie einst sein Großvater.

Man sitzt hinter dem Steuerknüppel und denkt an nicht viel. Es gibt nur einen selbst, die Natur und das Fluggerät. Was Tyin von anderen Reisezielen unterscheidet, ist die Nähe zu echten Bergen. Das ist der gemeinsame Nenner: die Freude an den Bergen, die Freude am Fliegen und die Freude, die Natur zu erleben.

Wie ein Zugvogel nimmt er Kurs auf Jotunheimen. Er fliegt durch dieselbe Landschaft wie die Generationen vor ihm. Auch wenn sich die Welt verändert, bleiben die Berge dort standhaft wie eh und je.